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Im Verschütteten Tunnel Bestand Der Soldat Auf Einer Ungewöhnlichen Rettung-nana25

Bei einer Tunnelrettungsübung der Bundeswehr in Thüringen gab ein echter Abschnitt lockerer Erde nach, und die Evakuierung wurde gestoppt.

Was bis dahin nach einem kontrollierten Ausbildungstag ausgesehen hatte, änderte sich innerhalb weniger Sekunden.

Ein dumpfer Schlag lief durch den Boden.

Dann kam dieses tiefe, mahlende Geräusch, das jeder sofort erkannte, obwohl niemand es hören wollte.

Erde bewegte sich.

Nicht viel.

Aber genug.

Der Abschnitt vor uns sackte an einer Seite weg, Staub schoss aus einer schmalen Öffnung, und mehrere Soldaten sprangen instinktiv zurück.

Jemand rief, alle sollten stehen bleiben.

Dann kam der Befehl über Funk.

Evakuierung stoppen.

Keine weitere Bewegung im beschädigten Abschnitt.

Keine motorisierten Geräte.

Keine unnötigen Erschütterungen.

Der Staub lag trocken auf meiner Zunge, und selbst durch den Stoff vor meinem Mund schmeckte ich Erde.

Neben mir stand meine Hündin.

Noch vor wenigen Sekunden hatte sie sich ruhig durch die Übungsstrecke bewegt.

Jetzt zog sie plötzlich nach rechts.

Nicht hektisch.

Nicht wie ein Hund, der einem zufälligen Geruch folgte.

Sie ging direkt auf eine Lüftungsöffnung zu, blieb davor stehen und drückte ihre Nase dagegen.

Einmal.

Dann wieder.

Ich nahm die Leine kürzer.

„Was hast du?“

Sie ignorierte mich.

Ihre Nase blieb am Rand der schmalen Öffnung.

Sie atmete tief ein, hob kurz den Kopf und drückte die Schnauze sofort wieder an das Gitter.

Der Truppführer bemerkte es.

„Hat sie etwas?“

„Sie zeigt an.“

„Sicher?“

Ich antwortete nicht sofort.

Bei einer Übung war vieles vorbereitet.

Versteckte Personen.

Gerüche.

Suchbereiche.

Aber dieser Einsturz gehörte nicht dazu.

Und meine Hündin arbeitete nicht den vorgesehenen Ablauf ab.

Sie hatte etwas gefunden.

Ich kniete mich neben sie.

„Hallo?“

Nichts.

Ich beugte mich näher an die Öffnung.

„Kann mich jemand hören?“

Zuerst kam nur das leise Rieseln von Erde.

Dann ein Husten.

Sehr schwach.

Ich hielt den Atem an.

„Hallo? Noch einmal!“

Eine Stimme antwortete von der anderen Seite.

„Ja.“

Der Truppführer war sofort neben mir.

„Person gefunden?“

Ich nickte.

„Mindestens eine.“

Er ging in die Hocke.

„Können Sie mich hören?“

Kurze Pause.

Dann wieder die Stimme.

„Ja.“

„Sind Sie verletzt?“

„Ja.“

„Können Sie sich bewegen?“

Diesmal dauerte die Antwort länger.

„Nicht richtig.“

Hinter ihm begannen bereits Soldaten, den Bereich abzusichern.

Keiner wusste genau, wie groß der Hohlraum hinter der eingedrückten Erde war.

Keiner wusste, ob die Decke noch belastbar war.

Und niemand konnte sagen, wie viel Material sich noch lösen würde, wenn wir an der falschen Stelle gruben.

Meine Hündin drückte ihre Nase wieder an die Öffnung.

Von der anderen Seite kam ein leises Geräusch.

Fast wie ein Lachen.

Dann hustete der Mann wieder.

„Ist das ein Hund?“

„Ja“, antwortete ich.

Eine Pause.

„Gut.“

Das Wort war kaum hörbar.

Der Truppführer fragte erneut nach seiner Verletzung.

Der Soldat erklärte, dass sein Bein feststecke.

Er konnte den Oberkörper nur wenig bewegen.

Bei jeder Bewegung rieselte Erde von der beschädigten Decke.

„Sind Sie allein?“

Wieder Stille.

Dann sagte er etwas, womit niemand gerechnet hatte.

„Nein.“

Der Truppführer hob den Kopf.

„Wie viele Personen sind bei Ihnen?“

„Keine weiteren Personen.“

Ich sah ihn an.

„Was bedeutet das?“

Hinter der Stimme hörten wir plötzlich ein feines Kratzen.

Nicht von einer Schaufel.

Nicht von Metall.

Etwas Kleines bewegte sich.

Der Soldat atmete vorsichtig aus.

„Zwei Dachsjunge.“

Für einen Moment sagte niemand etwas.

„Dachsjunge?“, fragte der Truppführer.

„Ja.“

Seine Stimme war noch immer erstaunlich ruhig.

Er erklärte, dass er sie erst nach dem Einsturz bemerkt hatte.

Offenbar musste sich in der Nähe des Übungstunnels ein Bau befunden haben.

Beim Nachgeben des Erdreichs waren die Tiere mit in den Hohlraum geraten.

Der Soldat hatte einen von ihnen dicht an seiner Brust.

Über dem Tier lag sein Helm.

Der zweite befand sich neben seinem Bein.

Dort hatte er seinen Rucksack zwischen die Seitenwand und das kleine Tier geschoben.

Nicht, weil der Rucksack die ganze Last tragen konnte.

Aber offenbar hielt er genug Erde ab, um einen winzigen Schutzraum zu schaffen.

Der Truppführer sah in die schmale Lüftungsöffnung.

„Hören Sie mir zu. Wir holen zuerst Sie heraus.“

„Nein.“

Die Antwort kam sofort.

„Das war keine Frage.“

„Wenn Sie mich ziehen, verrutscht der Rucksack.“

Der Truppführer schaute zu den anderen Helfern.

„Dann stabilisieren wir ihn.“

„Sie kommen nicht dran.“

Er hustete wieder.

„Wenn mein Oberkörper bewegt wird, rutscht er weg.“

Ein paar Krümel fielen aus der Öffnung.

Meine Hündin zuckte mit einem Ohr, blieb aber liegen.

„Dann liegt das Junge direkt unter der lockeren Stelle.“

Der Truppführer rieb sich mit zwei Fingern über die Stirn.

„Sie verstehen, dass Sie Vorrang haben.“

„Ja.“

„Dann machen Sie es uns nicht schwerer.“

„Ich mache es nicht schwerer.“

Seine Stimme blieb ruhig.

„Ich sage Ihnen nur, was passiert, wenn Sie mich zuerst ziehen.“

Der Truppführer wollte antworten.

In diesem Moment hob meine Hündin den Kopf.

Nur wenige Zentimeter.

Sofort verstummte die Stimme hinter der Öffnung.

Ich sah zur Lüftung.

„Hallo?“

Keine Antwort.

Meine Hündin schaute mich an.

Da verstand ich.

Ich legte eine Hand an ihre Seite.

„Bleib.“

Sie senkte sich wieder ab.

Brust auf den Boden.

Nase dicht an den Schlitz.

Dann atmete sie aus.

Deutlich hörbar.

Erst danach meldete sich der Soldat wieder.

„Danke.“

Ich sah auf die Öffnung.

„Wofür?“

„Ich kann sie hören.“

Meine Hand blieb an der Seite meiner Hündin.

„Den Hund?“

„Ihr Atmen.“

Der Truppführer beugte sich näher.

„Erklären Sie.“

„Solange ich sie höre, weiß ich, dass der Kanal offen ist.“

Wieder dieses kleine Kratzen im Hintergrund.

„Wenn sie normal atmet, kommt Luft durch.“

Meine Hündin atmete erneut aus.

„Ich zähle ihre Atemzüge.“

Etwas an diesem Satz veränderte die Stimmung.

Bis dahin war die Hündin für uns Teil der Suche gewesen.

Ein Mittel, um eine eingeschlossene Person zu finden.

Für den Mann auf der anderen Seite war sie in diesem Moment etwas anderes.

Eine hörbare Verbindung zur Außenwelt.

Ein Beweis dafür, dass zwischen seinem kleinen Hohlraum und uns noch Luft strömte.

Vielleicht auch ein Takt, an dem er festhalten konnte.

Der Truppführer sah mich an.

„Sie bleibt dort.“

Ich nickte.

„Bleiben Sie bei der Öffnung“, sagte der Soldat plötzlich.

„Ich?“

„Nein.“

Eine kurze Pause.

„Den Hund.“

Ich strich meiner Hündin einmal über die Seite.

„Sie bleibt.“

Dann begann die eigentliche Arbeit.

Motorisierte Geräte waren bereits abgeschaltet worden.

Der Truppführer machte unmissverständlich klar, warum.

Die Erde oberhalb des Hohlraums war instabil.

Schon eine weitere starke Erschütterung konnte reichen, damit ein größerer Abschnitt nachgab.

Das bedeutete: keine schweren Maschinen.

Kein aggressives Bohren.

Keine schnellen Lösungen.

Wir durften nur mit kurzen Schaufeln und den Händen arbeiten.

Die Luft war trocken.

Schon nach wenigen Minuten klebte der Staub auf der Haut.

Ich spürte Erde unter den Fingernägeln und kleine Steine an meinen Handflächen.

Der erste Instinkt war, direkt auf die Stimme zuzugraben.

Der Truppführer stoppte uns.

„Nicht geradeaus.“

Einer der Helfer sah ihn fragend an.

„Wir hören ihn doch dort.“

„Der Kanal läuft schräg.“

Er deutete auf die Lüftungsöffnung.

„Wenn wir der Stimme folgen, können wir über ihm herauskommen.“

Das wäre gefährlich gewesen.

Der eingeschlossene Soldat hatte bereits gesagt, dass bei jeder Bewegung Material von oben nachrieselte.

Wenn wir zusätzlich Druck auf den Bereich über ihm brachten, konnten wir genau die Decke schwächen, die ihn noch schützte.

Also arbeiteten wir seitlich.

Langsam.

Jede Handvoll Erde wurde vorsichtig entfernt.

Niemand warf Material einfach hinter sich.

Niemand bewegte sich unnötig.

Jeder Schritt wurde gesetzt, als könnte der Boden zuhören.

Meine Hündin lag weiter am Lüftungsschlitz.

Der Soldat sprach nur gelegentlich.

Nicht viel.

Genug, damit wir wussten, dass er bei Bewusstsein war.

„Alles in Ordnung?“, fragte ich.

„Noch da.“

„Und die beiden?“

Ein leises Kratzen.

„Auch.“

Der Truppführer fragte erneut nach seinem Bein.

„Fest.“

„Schmerzen?“

„Ja.“

„Stark?“

Der Soldat schwieg kurz.

„Das spielt gerade keine Rolle.“

Natürlich spielte es eine Rolle.

Aber keiner diskutierte.

Wir brauchten Informationen über den Hohlraum.

Nicht darüber, wie tapfer er sein wollte.

Dann stieß meine Hand auf etwas Hartes.

Ich stoppte sofort.

„Hier.“

Der Truppführer kam herüber.

Ich entfernte mit den Fingern etwas Erde.

Darunter lag kein Stein.

Metall.

Ein Rohr.

Verbogen.

Der Truppführer fuhr mit der Hand daran entlang.

„Lüftung.“

Wir legten nur so viel frei, wie unbedingt nötig war.

Er verfolgte den Verlauf.

Das Rohr führte erst gerade und machte dann einen Bogen.

Der Truppführer blieb einen Moment still.

Man sah, wie er im Kopf den Verlauf mit der Lage des eingeschlossenen Soldaten verband.

Dann zeigte er auf einen tieferen Punkt.

„Wenn der Bogen stimmt, sitzt der Hohlraum dort.“

Einer der Helfer fragte: „Unterhalb?“

„Genau.“

Das war wichtig.

Wenn wir unter dem Rohrbogen einen Zugang schufen, konnten wir wahrscheinlich seitlich in den Hohlraum gelangen.

Nicht von oben.

Nicht durch die beschädigte Decke.

Zum ersten Mal seit dem Einsturz gab es etwas, das wie ein echter Weg aussah.

Wir verlagerten die Arbeit wenige Zentimeter.

Mehr brauchte es nicht.

Bei instabilem Erdreich konnten wenige Zentimeter über die Richtung entscheiden.

Ich hörte meine Hündin atmen.

Langsam.

Gleichmäßig.

Auf der anderen Seite musste der Soldat dasselbe hören.

„Wir haben vermutlich einen Zugang“, sagte ich.

„Gut.“

„Noch nicht freuen.“

„Tue ich nicht.“

Trotz allem musste ich kurz lächeln.

Dann kam das Geräusch.

Ein dumpfes Knacken.

Nicht laut.

Aber tief genug, dass jeder sofort aufhörte.

Es lief durch den Boden unter unseren Händen.

Für einen Moment bewegte sich niemand.

Dann rieselte aus der Lüftungsöffnung Erde.

Erst wenig.

Dann mehr.

Meine Hündin wich nicht zurück.

Sie presste ihre Nase fester an den Rand.

Ihr Atem wurde schneller.

Ich legte meine Hand an ihren Rücken.

„Bleib.“

Aus dem Hohlraum kam die Stimme.

Schwächer als vorher.

„Nicht aufhören.“

Der Truppführer sah zur Öffnung.

„Wir hören nicht auf.“

Er griff nach einem schmalen Stützbrett.

Zwei Helfer schoben es in unseren gegrabenen Zugang.

Millimeterweise.

Dann hielten sie es unter Spannung, um die lockere Kante abzufangen.

„Nicht mehr als nötig“, sagte der Truppführer.

Keiner musste daran erinnert werden.

Ich arbeitete wieder mit den Händen.

Keine Schaufel mehr.

Zu wenig Platz.

Zu viel Risiko.

Meine Finger schoben Erde zur Seite.

Ein Klumpen.

Noch einer.

Kleine Wurzeln.

Feuchte Stellen.

Dann Stoff.

Ich erstarrte.

„Ich habe ihn.“

Alle hielten inne.

„Wo?“

„Arm.“

Durch die kleine Öffnung konnte ich einen Ärmel fühlen.

Ich drückte vorsichtig dagegen.

Auf der anderen Seite bewegte sich etwas.

Der Soldat.

„Spüren Sie meine Hand?“

„Ja.“

Seine Stimme war jetzt näher.

Nicht mehr nur durch den Lüftungskanal.

„Können Sie den Arm bewegen?“

Langsam schob sich seine Hand in Richtung der Öffnung.

Noch nicht heraus.

Aber ich konnte seine Finger erkennen.

„Gut.“

Der Truppführer ging sofort in die Hocke.

Er untersuchte die Kante.

„Zu klein für die Schulter.“

„Wir erweitern.“

„Sehr langsam.“

Wir nahmen immer nur kleine Mengen Erde weg.

Fingerbreit.

Dann warten.

Beobachten.

Noch einmal.

Kein großer Bereich durfte auf einmal seine Stütze verlieren.

Der Soldat bewegte seinen Arm vorsichtig.

Ich fragte nach den Dachsjungen.

„Noch bei mir.“

„Können Sie eines erreichen?“

Pause.

„Ja.“

„Gut. Lassen Sie es dort.“

Keine Antwort.

„Haben Sie verstanden?“

„Ja.“

Wieder arbeiteten wir weiter.

Meine Hündin war noch immer an der Lüftungsöffnung.

Sie hatte ihre Position kaum verändert.

Der Staub lag inzwischen auf ihrer Schnauze.

Bei jedem Atemzug bewegten sich ihre Schnurrhaare.

Ich wusste nicht, ob der Soldat sie noch zählte.

Also fragte ich.

„Hören Sie sie noch?“

„Ja.“

„Gut.“

„Sie ist schneller geworden.“

Ich sah zu meiner Hündin.

„Sie ist angespannt.“

Ein schwaches Geräusch kam aus dem Hohlraum.

Vielleicht ein Lachen.

„Dann sind wir zwei.“

Die Öffnung war inzwischen groß genug, dass wir mehr als seinen Ärmel sahen.

Aber noch nicht genug, um einen Menschen sicher herauszuziehen.

Der Truppführer erklärte ihm, was wir als Nächstes tun würden.

Zuerst den Zugang sichern.

Dann die Schulter freilegen.

Danach prüfen, ob sein Bein bewegt werden konnte, ohne weitere Erde zu lösen.

Der Soldat hörte zu.

„Und die Dachse?“

Der Truppführer schloss kurz die Augen.

„Wir sehen, was möglich ist.“

„Nein.“

Seine Stimme war plötzlich fester.

„Sie sind direkt bei mir.“

„Wir wissen es.“

„Der eine ist unter meinem Helm.“

„Verstanden.“

„Der andere hinter dem Rucksack.“

„Auch verstanden.“

„Wenn Sie mich ziehen—“

„Wir ziehen Sie nicht unkontrolliert.“

Der Soldat schwieg.

Der Truppführer beugte sich zur Öffnung.

„Hören Sie. Wir wissen jetzt, was dort drin liegt. Wir machen nichts blind.“

Das schien ihm zu reichen.

Zumindest für einige Minuten.

Die Arbeit ging weiter.

Von draußen drang kaum noch etwas zu uns durch.

Der gesamte Tunnel schien auf diesen kleinen Bereich zusammengeschrumpft zu sein.

Auf Erde.

Atem.

Ein verbogenes Lüftungsrohr.

Die Nase meiner Hündin am Schlitz.

Und einen Mann, der verletzt in einem instabilen Hohlraum lag und trotzdem ständig fragte, ob zwei winzige Tiere noch geschützt waren.

Dann bewegte sich sein Arm zurück.

Schnell.

Ich hielt sofort an.

„Was ist?“

Keine Antwort.

„Alles in Ordnung?“

Ein kurzes Keuchen.

Dann sagte er: „Bereit?“

Ich sah zum Truppführer.

Er sah genauso irritiert aus wie ich.

„Wofür?“, fragte er.

Der Soldat antwortete nicht.

Wir hörten Bewegung.

Nicht groß.

Ein Schaben.

Stoff über Erde.

Dann ein kleines Kratzen.

„Nicht bewegen, wenn es die Decke belastet“, sagte der Truppführer.

„Ich weiß.“

„Was tun Sie?“

Wieder keine direkte Antwort.

Meine Hündin hob minimal die Schnauze.

Der Soldat sagte sofort: „Hund da lassen.“

„Sie bleibt.“

Ich hielt meine Hand an ihre Schulter.

Sie legte den Kopf wieder ab.

Dann erschien etwas Dunkles in der kleinen Öffnung.

Zuerst dachte ich, es sei die Hand des Soldaten.

Doch die Form war zu groß.

Zu rund.

Etwas schob sich langsam durch die Erde.

„Vorsicht“, sagte der Truppführer.

Ich nahm keine weitere Erde weg.

Der Gegenstand kam Zentimeter für Zentimeter näher.

Dann erkannte ich ihn.

Den Helm.

Der Soldat schob seinen Helm durch die Öffnung.

Nicht seine Hand.

Nicht seinen Arm.

Seinen Helm.

Ich streckte beide Hände aus und fasste ihn an den Seiten.

Er war mit grauem Staub bedeckt.

„Ich habe ihn.“

„Langsam“, sagte der Soldat.

Ich zog nicht.

Ich führte den Helm nur durch den engen Zugang, damit er nicht an der Kante hängen blieb.

Etwas darin bewegte sich.

Ich hielt sofort inne.

Der Truppführer ging tiefer in die Hocke.

Ein Helfer leuchtete vorsichtig zur Öffnung, ohne sich näher über die instabile Stelle zu beugen.

Der Helm bewegte sich erneut in meinen Händen.

Ganz leicht.

Dann hörten wir ein dünnes Kratzen von innen.

Keiner sagte etwas.

Ich sah in den Helm hinunter.

Und erst da begriff ich, was der verletzte Soldat gerade getan hatte.

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